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    Cyberangriffe in Deutschland: alle Zahlen

    29 Kennzahlen zu Angriffslage, Ransomware, Versicherungsmarkt und NIS2 — jede mit Quelle, Bezugszeitraum und methodischer Einordnung.

    Stand: 20. Juli 2026

    Zitieren ausdrücklich erlaubt

    Journalistinnen, Blogger und Fachautoren dürfen alle Zahlen dieser Seite frei verwenden. Wir bitten lediglich um eine Quellenangabe mit Link auf diese Seite. Über das Link-Symbol an jeder Kennzahl kopieren Sie einen Direktlink genau zu dieser Zahl.

    Vorschlag: Quelle: cyberversicherung-finden.de, Cyberangriffe in Deutschland – alle Zahlen

    Angriffslage & Schäden in Deutschland

    Wie stark die deutsche Wirtschaft tatsächlich betroffen ist — gemessen an den beiden maßgeblichen Erhebungen: der Bitkom-Unternehmensbefragung und der polizeilichen Kriminalstatistik des BKA.

    Gesamtschaden der deutschen Wirtschaft

    289,2 Mrd. €

    +8 % gegenüber Vorjahr — historischer Höchstwert

    Deutschland, 12 Monate vor der Befragung 2025

    Methodische Einordnung

    Umfasst Diebstahl, Spionage und Sabotage — analog und digital zusammen. Für den reinen Cyber-Anteil siehe die nächste Zahl.

    Ransomware

    Der Schadenstreiber Nummer eins für kleine und mittlere Unternehmen. Wichtig beim Zitieren: Die kursierenden Zahlungsquoten stammen aus zwei unvereinbaren Methodiken — beide stehen hier bewusst nebeneinander.

    Angezeigte Ransomware-Angriffe

    1.041

    +10 % gegenüber 2024

    Deutschland, Kalenderjahr 2025

    Methodische Einordnung

    Das BSI nennt für seinen abweichenden Berichtszeitraum (01.07.2024–30.06.2025) 950 Fälle. Beide Zahlen stammen aus derselben BKA-Datenbasis, nur mit anderem Zeitfenster — nicht vermischen.

    Zahlungsquote laut Unternehmensbefragung

    63 %

    Deutschland, Befragung Januar–März 2025, Unternehmen mit 100–5.000 Mitarbeitenden

    Methodische Einordnung

    Nicht vergleichbar mit den 7 % des BKA: Hier wurden IT-Verantwortliche befragt, unabhängig davon, ob der Vorfall angezeigt wurde. Beide Zahlen sind korrekt — sie messen Verschiedenes.

    Der Cyberversicherungs-Markt

    Wie sich der deutsche Markt entwickelt — und warum die Versicherer mit dieser Sparte derzeit kaum noch Geld verdienen.

    Weltweites Prämienvolumen Cyberversicherung

    rund 15 Mrd. US-$

    Prognose bis 2030: rund 28 Mrd. US-$ (etwa 15 % Wachstum pro Jahr)

    global, 2025 mit Prognose 2030

    Methodische Einordnung

    Globalwert — nicht mit den deutschen 309 Mio. € verwechseln.

    NIS2 und Geschäftsleiter-Haftung

    Die EU-Richtlinie NIS2 ist in Deutschland seit Dezember 2025 geltendes Recht. Für viele mittelständische Unternehmen ist das der erste verbindliche Cybersicherheits-Rahmen überhaupt — und die Registrierungslücke ist erheblich.

    Direkt registrierungspflichtige Einrichtungen

    rund 30.000

    Schätzung: 29.500 bis 30.000 Einrichtungen

    Deutschland, Schätzung des Bundesinnenministeriums

    Methodische Einordnung

    Hinzu kommen laut Berichterstattung rund 70.000 indirekt betroffene Unternehmen, etwa als Zulieferer und Dienstleister betroffener Einrichtungen.

    Bußgeldrahmen nach § 65 BSIG

    bis 10 Mio. €

    oder 2 % des Jahresumsatzes — je nachdem, was höher ist

    besonders wichtige Einrichtungen; wichtige Einrichtungen: bis 7 Mio. € oder 1,4 %

    Methodische Einordnung

    Rechtsstand Juli 2026. Rechtliche Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall — maßgeblich ist der Gesetzeswortlaut.

    Persönliche Haftung der Geschäftsleitung

    § 38 BSIG

    Innenhaftung gegenüber der eigenen Einrichtung

    Deutschland, seit Dezember 2025

    Methodische Einordnung

    Geschäftsleitungen müssen Risikomanagement umsetzen und überwachen sowie Schulungen wahrnehmen. Bei schuldhafter Pflichtverletzung haften sie nach gesellschaftsrechtlichen Grundsätzen gegenüber dem eigenen Unternehmen — keine unmittelbare Außenhaftung gegenüber Dritten.

    Einzelne Branchen

    Belastbare branchenscharfe Zahlen sind in Deutschland rar. Hier stehen nur Werte, für die eine Primärquelle vorliegt — mit deutlicher Kennzeichnung, was gemessen wurde.

    Praxisärzte: Praxen „häufig nicht ausreichend geschützt“

    82 %

    bei Klinikärzten zu Krankenhäusern: 74 %

    Deutschland, Befragung von 535 Ärztinnen und Ärzten

    Methodische Einordnung

    Wichtig: Das ist ein Selbsteinschätzungs-Wert zur Schutzlage, keine gemessene Angriffsquote. Eine belastbare Betroffenheitsquote speziell für Arztpraxen liegt nicht vor.

    Mittelständler mit mindestens einem Vorfall in 12 Monaten

    67 %

    32 % mit schwerwiegenden Vorfällen

    Deutschland, Befragung von 122 Entscheidungsträgern

    Methodische Einordnung

    Kleine Stichprobe — als Tendenz zu lesen, nicht als repräsentativer Wert. Rund die Hälfte der Befragten war sich zudem unsicher, ob NIS2 für sie gilt.

    Wozu hier bewusst keine Zahl steht

    Zu diesen Themen kursieren Zahlen, für die wir keine belastbare Primärquelle gefunden haben. Wir geben sie deshalb nicht wieder — auch wenn sie die Seite vollständiger wirken ließen.

    • Anwaltskanzleien und Steuerberater: Weder BRAK, DAV noch das Soldan Institut veröffentlichen eine belastbare Betroffenheitsquote für Kanzleien.
    • Handwerk als eigene Branche: Es existieren nur allgemeine KMU-Zahlen; eine handwerksspezifische Quote etwa von ZDH oder Handwerkskammern ließ sich nicht verifizieren.
    • Durchschnittliche Produktionsausfalldauer: Kursierende Angaben von rund 3,5 Tagen stammen aus Sekundärquellen, deren zugrunde liegende Studie nicht auffindbar war.
    • Marktdurchdringung der Cyberversicherung bei KMU: Ein häufig zitierter Wert von 57,3 % ließ sich an der angegebenen Quelle nicht bestätigen und wird deshalb nicht wiedergegeben.
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