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    Bedrohungslevel: Hoch

    IoT-Angriffe

    IoT-Angriffe (Internet of Things) zielen auf vernetzte Geräte ab, die oft unzureichend gesichert sind: Überwachungskameras, Smart-Home-Systeme, vernetzte Drucker, Industriesteuerungen, medizinische Geräte, Kassensysteme und Sensoren. Diese Geräte haben häufig Standard-Passwörter, erhalten selten Sicherheitsupdates und laufen auf veralteter Firmware. Angreifer nutzen sie als Einstiegspunkt ins Firmennetzwerk, für DDoS-Angriffe oder als Sprungbrett für Ransomware.

    112 %Anstieg von IoT-Cyberangriffen in den letzten zwei Jahren

    Wie funktioniert IoT-Angriffe?

    IoT-Angriffe nutzen die systemischen Schwächen vernetzter Geräte aus: Viele IoT-Geräte werden mit Standard-Zugangsdaten ausgeliefert (admin/admin, admin/1234), die nie geändert werden. Automatisierte Scanner durchsuchen das Internet nach solchen Geräten und übernehmen sie in Sekunden.

    Einmal kompromittiert, werden IoT-Geräte für verschiedene Zwecke missbraucht: Als Teil eines Botnets für DDoS-Angriffe (wie das Mirai-Botnet, das mit Millionen gehackter Kameras und Router ganze Teile des Internets lahmlegte). Als Einstiegspunkt ins Firmennetzwerk – ein gehackter Drucker oder eine smarte Klimaanlage kann als Brücke zum Firmenserver dienen. Für Kryptomining – die Rechenleistung der Geräte wird zum Schürfen von Kryptowährungen missbraucht.

    Besonders kritisch: In Industrieumgebungen (IIoT – Industrial Internet of Things) können kompromittierte Steuerungen physische Schäden verursachen – von manipulierten Produktionsanlagen bis zu Sicherheitsrisiken in kritischen Infrastrukturen.

    IoT-Angriffe in Zahlen

    112 %
    Anstieg von IoT-Angriffen in den letzten zwei Jahren (SonicWall)
    57 %
    der IoT-Geräte in Unternehmen haben kritische Schwachstellen
    70 %
    der IoT-Geräte kommunizieren unverschlüsselt
    6.000
    neue IoT-Malware-Varianten pro Monat entdeckt
    Echte Schadensfälle

    So trifft IoT-Angriffe Unternehmen

    Einzelhandel

    Hackerangriff über vernetzte Klimaanlage

    110.000.000 $
    3 Wochen

    Angreifer verschafften sich über das HVAC-System (Klimaanlage) eines Zulieferers Zugang zum Netzwerk einer großen Einzelhandelskette und stahlen 40 Millionen Kreditkartendaten.

    Verschiedene

    Botnet-Angriff über Überwachungskameras

    Milliardenbereich (geschätzt)
    Stunden bis Tage

    Das Mirai-Botnet übernahm Millionen ungesicherter IoT-Geräte (hauptsächlich Kameras und Router) und startete massive DDoS-Angriffe, die große Teile des Internets lahmlegten – darunter Twitter, Netflix und Amazon.

    Schutzmaßnahmen gegen IoT-Angriffe

    Technische Maßnahmen

    • Netzwerksegmentierung – IoT-Geräte in isoliertes VLAN
    • Standard-Passwörter bei Inbetriebnahme sofort ändern
    • Firmware regelmäßig aktualisieren (automatisch wenn möglich)
    • IoT-Security-Gateway mit Anomalieerkennung einsetzen
    • Verschlüsselte Kommunikation (TLS) für alle IoT-Geräte erzwingen

    Organisatorische Maßnahmen

    • Inventar aller vernetzten Geräte im Unternehmen führen (Asset-Management)
    • IoT-Geräte in die Sicherheitsrichtlinie aufnehmen
    • Vor Anschaffung: Sicherheitsbewertung des Herstellers (Update-Politik, Verschlüsselung)
    • End-of-Life-Geräte ohne Sicherheitsupdates ersetzen
    Versicherungsschutz

    Was die Cyberversicherung bei IoT-Angriffe abdeckt

    Abgedeckte Leistungen

    • Schäden durch kompromittierte IoT-Geräte im Firmennetzwerk
    • Betriebsunterbrechung durch IoT-basierte Angriffe
    • Haftpflicht, wenn eigene IoT-Geräte als Teil eines Botnets Dritte schädigen
    • IT-Forensik zur Identifikation kompromittierter Geräte
    • Kosten für Austausch und Neueinrichtung kompromittierter IoT-Hardware

    Typische Ausschlüsse

    • Schäden durch bewussten Einsatz von IoT-Geräten ohne jegliche Sicherheitsmaßnahmen (grob fahrlässig)
    • Reine Hardware-Defekte ohne Cyberbezug
    • Schäden durch Consumer-IoT-Geräte (Smart-Home), die nicht Teil des Geschäftsbetriebs sind

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    Häufige Fragen

    FAQ zu IoT-Angriffe

    Drucker, Überwachungskameras, Smart-TVs in Besprechungsräumen, Klimasteuerungen, vernetzte Produktionsanlagen und Zugangskontrollsysteme. Alle Geräte mit Netzwerkverbindung und selten aktualisierten Firmware.
    Ja, die meisten modernen Cyberversicherungen decken Schäden ab, die über kompromittierte IoT-Geräte entstehen – sofern grundlegende Sicherheitsmaßnahmen (Passwortänderung, Netzwerksegmentierung) getroffen wurden.
    Oft mehr als gedacht: Drucker, Router, IP-Kameras, smarte Beleuchtung, Alarmanlagen, NAS-Speicher und digitale Beschilderung summieren sich schnell auf 20–100 vernetzte Geräte – viele davon dem IT-Team unbekannt (Shadow IoT).

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