Versicherungssumme Cyberversicherung ermitteln

Cyberversicherungssumme berechnen: So ermitteln Sie die optimale Deckungssumme für Ihre Cyberversicherung
Die Ermittlung der passenden Versicherungssumme ist ein zentraler Schritt, um den optimalen Schutz durch eine Cyberversicherung zu gewährleisten. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle, die sich aus den individuellen Risiken und Anforderungen Ihres Unternehmens ergeben. Bei der Berechnung der Cyber-Versicherungssumme sind Unternehmensgröße, Branche, Umsatz und die Anzahl sowie Art der verwalteten Daten zu berücksichtigen. Auch die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, wie der DSGVO, hat einen wesentlichen Einfluss auf die notwendige Versicherungssumme. Im Folgenden erläutern wir die wesentlichen Bausteine zur Berechnung der Versicherungssumme, basierend auf bewährten Empfehlungen und branchenüblichen Standards.
Online-Rechner auf verschiedenen Seiten ermöglichen es, die Cyberversicherungssumme zu berechnen und Tarife zu vergleichen. Die Ergebnisse dieser Rechner oder der Tarifauswahl können je nach Seite variieren; bei Fragen oder fehlenden Ergebnissen erhalten Kunden individuelle Beratung. Bei der Auswahl der besten Cyberversicherung sollten verschiedene Punkte und Kriterien wie Preis, Preis-Leistungs-Verhältnis, Deckungssumme, Selbstbehalt, Vertragslaufzeit und die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens berücksichtigt werden. Die Versicherungssumme ist als Summe aller relevanten Risiken und potenziellen Schäden (z.B. durch Cyber-Risiken) zu verstehen; ein Richtwert für die Berechnung kann anhand von Umsatz, Jahresumsatz, Branche, Tätigkeit und IT-Sicherheit festgelegt werden. Produzierende Unternehmen müssen mit höheren Deckungssummen rechnen, wenn Cyber-Angriffe zu Betriebsunterbrechungen führen. Die Vorteile eines maßgeschneiderten Angebots ergeben sich durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Versicherern und die Berücksichtigung der Anforderungen unterschiedlicher Branchen, um die besten Tarife für Kunden zu finden. Ein umfassender Versicherungsschutz und die Gründe für die Auswahl der optimalen Tarifen sind entscheidend, um die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen Ihres Unternehmens zu erfüllen und Schäden an Kunden, Lieferanten oder Geschäftspartnern abzusichern.
IT-Infrastruktur und IT-Systeme
Die IT-Systeme Ihres Unternehmens – wie Server, Computer, Netzwerke und weitere Geräte – müssen im Schadensfall schnell und vollständig wiederhergestellt oder ersetzt werden können. Für die Berechnung der Versicherungssumme wird hierfür in der Regel etwa 50 % des aktuellen Wiederbeschaffungswerts der IT-Infrastruktur angesetzt. Zusätzlich sollte die Deckungssumme auch die Instandsetzungskosten von IT-Systemen sowie potenzielle Betriebsunterbrechungen berücksichtigen, um einen umfassenden Schutz zu gewährleisten.
Liquid verfügbare Geldmittel
Kurzfristig verfügbare finanzielle Mittel, beispielsweise Guthaben auf Bankkonten oder Online-Banking-Zugriffe, sind bei Cyberangriffen besonders gefährdet. Diese sollten daher in der Versicherungssumme berücksichtigt werden, um finanzielle Verluste abzusichern.
Fixkosten im Betriebsunterbrechungsfall
Auch wenn der Geschäftsbetrieb durch einen Cybervorfall unterbrochen ist, fallen weiterhin laufende Kosten an, wie Mieten, Gehälter oder Leasingraten. Die Deckung dieser Fixkosten ist essentiell, um die finanzielle Stabilität während der Betriebsunterbrechung zu gewährleisten.
Entgangener Gewinn
Durch die Betriebsunterbrechung entstehen oft erhebliche Umsatzverluste (diese orientieren sich häufig am Jahresumsatz des Unternehmens). Die Versicherungssumme sollte daher auch den entgangenen Gewinn abdecken, um die wirtschaftlichen Folgen eines Cyberangriffs abzufedern.
Personenbezogene Datensätze
Die Wiederherstellung und der Schutz personenbezogener Daten sind ein wichtiger Bestandteil der Cyberversicherung. Unter personenbezogenen Daten versteht man dabei die Anzahl der gespeicherten Personen, wie Kunden, Patienten oder Mitarbeiter, die im Unternehmen erfasst sind. Für jeden gespeicherten Datensatz wird ein branchenüblicher Schätzwert angesetzt, der aktuell etwa 50 Euro pro Datensatz beträgt. Bei der Ermittlung der Versicherungssumme sollten auch besonders sensible Daten, wie politische Meinungen oder Überzeugungen, berücksichtigt werden. Dies umfasst auch mögliche Schadenersatzleistungen bei Datenschutzverletzungen. Darüber hinaus deckt die Cyberversicherung auch Drittschäden ab, wie Schadensersatzforderungen Dritter aufgrund von Datenschutzverletzungen oder der Verbreitung von Schadsoftware.
Kreditkarten- und Bankdaten
Zahlungsdaten, insbesondere Kreditkartendaten als besonders schützenswerte Information, sind besonders sensibel und müssen gesondert abgesichert werden. Für diese Datensätze wird üblicherweise ein pauschaler Betrag von 10 Euro pro Datensatz in die Versicherungssumme eingerechnet.
Sicherheitsaufschlag
Um zukünftige Risiken und Unsicherheiten abzudecken, empfiehlt sich ein pauschaler Sicherheitsaufschlag von etwa 10 % auf die Gesamtsumme. Dieser Aufschlag berücksichtigt mögliche unvorhergesehene Kosten und Entwicklungen im Cyberrisiko.
Mindestversicherungssumme in der Cyberversicherung
Unabhängig von der Unternehmensgröße wird eine Mindestdeckungssumme von 250.000 Euro empfohlen, um auch kleinere Unternehmen gegen relevante Cyberrisiken ausreichend abzusichern.
Diese Berechnungsmethode bietet eine fundierte Grundlage, um die individuelle Cyberversicherungssumme zu ermitteln und den bestmöglichen Schutz für Ihr Unternehmen zu gewährleisten. Für eine präzise Ermittlung empfiehlt es sich, die spezifischen Gegebenheiten Ihres Unternehmens genau zu analysieren und gegebenenfalls professionelle Beratung durch einen Versicherungsmakler in Anspruch zu nehmen.
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